The LostLift Database

Removal good: Ernest Stein

 
Person
 
Removal good
2 Koffer
Labeling
E.S. 84, E.S 85
Weight / dimensions
156 kg
 
Route
Wien -> Rotterdam -> (USA) ->
 
Dating
Reference number
"Holland-Aktion"
 

Provenance:


Transport (Land) / Transport (overland)

08.01.1940 

Fa. M Achter
Wien -> Rotterdam, Übergabe an Fa. Schenker

more

EUR

LASH Abt. 510 Nr. 8748

Lagerung / Storage

Ende Jan. 1940  Anf. 1943

Fa. Schenker & Co. GmbH
Rotterdam

more

EUR

LASH Abt. 510 Nr. 8748

Beschlagnahmung / Confiscation

April 1943 

Reichskommissar für die besetzten niederländischen Gebiete
Zur Verfügung des Oberfinanzpräsidenten Kiel.

more

EUR

LASH Abt. 510 Nr. 8748

Transport (See) / Transport (seaborne)

Anf. 1943 


Rotterdam -> Lübeck

more

EUR

LASH Abt. 510 Nr. 8748

Umzugsgutliste / Inventory

 


Kleidung (Herren und Damen, Maßanfertigungen), Wolldecken, Waterman Füllfedern, silbern. Puderdose, 2 silb. Handtasche (die gröere maß ca. 15 x 20 cm), Leder-Handtaschen, eine hochwertige Briefmarkensammlung uvm.

more

EUR

LASH Abt. 510 Nr. 8748

Gutachten / Expertise

02.02.1965 

Walter Heinrich Ferdinand Meyer
Meyer schätzt den Wert des Umzugsgutes/Reisegepäcks auf 9.010 DM.

more

9010 DEM

LASH Abt. 510 Nr. 8748

Rückerstattungsverfahren / Compensation procedure

Jan. 1954  11.03.1965

Wiedergutmachungskammer des Landgerichts Kiel
Zuerst in Neustadt a.d. Weinstrasse verhandelt (AZ: 42 197 Abtl. II/4), dann nach Kiel verwiesen.
WGA Kiel: 15 JR 29/63
WGK Kiel: 16 RC 7/64

Schadensersatzbetrag für das Umzugsgut: 9.010 DM
Schadensersatzbetrag für die Breifmarkensammlung: 1.000 DM.

more

10010 DEM

LASH Abt. 510 Nr. 8748



Further information



Die beiden Koffer wurden als jüdisches Umzugsgut unter der Nummer 475 bei der DRT (Deutsche Revisions- und Treuhand AG) geführt.

Im Rückerstattungsverfahren schreiben Ernst und Margarethe Stein am 17. November 1963 in einem Brief an das Wiedergutmachungsamt in Kiel auf die Frage, warum sie nur neu gekaufte Kleidung in ihrer Umzugsgutlist aufgeführt gehabt haben und ob sie ihre alte Kleidung in Wien gelassen hätten:
"Nach der Besetzung Österreichs am 13. März 1938 wurden die Juden in Burgenland, Steiermark und Oberösterreich überfallen, Ihres Besitzes beraubt und mit Frauen und Kindern in Lastwägen nach Wien gebracht ohne ihnen Zeit zu lassen, sich umzukleiden und das Notwendigste mitzunehmen.
In Wien wurden diese Unglücklichen bevor sie nach Dachau, Bergen-Belsen etc. verschleppt wurden, in leeren Lagerhäusern einquartiert. Dort mussten diese Leute unter den traurigsten Bedingungen leben, bevor über ihr Schicksal entschieden wurde.
Während dieser Zeit wurden wir und alle noch in Wien lebenden Juden von der damals noch bestehenden Kultusgemeinde aufgefordert, den in den Lagerhäusern gefangen gehaltenen Juden mit Kleidern, Wäsche, Nahrungsmitteln auszuhelfen. Auf diese Weise haben wir nahezu alles, das bereits getragen wurde, verschenkt und mussten für uns, soweit unsere Mittel erlaubten, Kleider und Wäsche anschaffen."

 
 
 
.svgDSMlogo { fill: #fff; } .svgDSMType { display: block; } .svgDSMlogo { fill: #fff; } .svgDSMType { display: block; } .svgNavPlus { fill: #002c50; } .svgFacebook { fill: #002c50; } .svgYoutube { fill: #002c50; } .svgInstagram { fill: #002c50; } .svgWatch { fill: #002c50; } .svgPin { fill: #002c50; } .svgLetter { fill: #002c50; } .svgLeibnizLogo { fill: #002c50; } .svgDSMlogo { fill: #fff; } .svgDSMType { display: block; }