The LostLift Database
Removal good: Agnes Pincus, geb. Hiepe
Documents: Number 6
moreless
Provenance:
Transport (Land) / Transport (overland)
Transport (Land) / Transport (overland)
Fa. Schenker & Co. GmbH
Rotterdam -> Lübeck
Transport von Liftvan A.T.G 571 per Waggon Nr. 16058 "Dresden"
EUR
LASH Abt. 510 Nr. 8625
Ablieferung / Handover
Fa. Schenker & Co. GmbH
Rotterdam -< Lübeck
Transport von Liftvan A.T.G 570 per Waggon Nr. 93052 "Erfurt"
EUR
LASH Abt. 510 Nr. 8625
Versteigerung / Auction
Umzugsgutliste / Inventory
Herrenzimmer mit viel Mobiliar, Schreibtisch mit Sessel, kleine Wandschränke, Sofa mit Seidenbespannung, Samtsessel, Radioschrank, Kommode, Schreibmappe, Fotoalben, ca. 50 Bücher, Kristall, Perserbrücken uvm.
Esszimmer inkl. viel Mobiliar wie Büffett, Anrichte, Gläservitrine, Eckvitrine, runder Tisch, Sessel, Lampen Wandbespannungen, Teppiche (Taebris, Perser), Silberkasten und –sachen, Kristallgläser, 6 Tierfiguren, 5 Elfenbeinfiguren uvm.
1 Schlafzimmer inkl. Mobiliar, 1 kl. Hängeuhr (Schweizer Bronze), weitere Zimmereinrichtungen, Küchengeräte, Haushaltswaren, Singer-Nähmaschine, Bestecke, elektr. Röster, Ofen, Kocher Glas, Kochgeschirr, Wäsche.
Kunst:
(Herrenzimmer): 1 Ölbild (Schafschur, holl. Schule 1,5 m x 1 m), 1 Miniatur, 7 Bronzen
(Esszimmer:) 8 Bilder, u.a. Petrus mit Himmelschlüssel, holl. Schule (1 m x 1,5 m),
(Schlafzimmer:) 4 Bilder, 1 Miniaturbild (Madonna)
EUR
LASH Abt. 352.3 Nr. 7331
Rückerstattungsverfahren / Compensation procedure
Wiedergutmachungsamt am Landgericht Kiel
Verweis an die Wiedergutmachungskammer beim Landgericht Kiel am 20.05.1950.
Vergleich am 24.06.1955: 16.671 DM
16671
DEM
LASH Abt. 510 Nr. 8625
Further information
In diesem Fall gibt es eine seltene Besonderheit: imm Rückerstattungsverfahren (LASH Abt. 352.3 Nr. 7331) wurden von Agnes und Dagobert Pincus etliche Quittungen eingereicht, die die Erwerbungen des Ehepaares in Berlin in den Vorkiregsjahren belegen. Das ist deswegen eine Besonderheit, weil der größte Teil der 1939 zwangsweise aus dem Deutschen Reich geflohenen Menschen mit minimalem Gepäck und einem barem Höchstwert von 10 Reichsmark das Land verlassen haben. An die Mitnahme von Kaufbelegen ihres zum Teil schon vor Jahren erworbenen Eigentums zu denken, das kann in dieser Situation kaum eine Priorität gehabt haben.
In diiesem Fall handelt es sich dabei um Belege über den Kauf von Silberobjekten, Teppichen und anderem beim KaDeWe, ein Bild/Bilder von der Berliner Gemälde-Handlung Paul Basse (vom 18.07.1929), Einrahmungen von der Carl Hingst Kunsthandlung in der Kant-Strasse 154a oder für "2 kleine Ölbilder von Arnold im Rahmen" beim Kunstsalon Emil Richter in Dresden. (Siehe einen kleinen Einblick in: Dokumente).