Die LostLift Datenbank
Umzugsgut: Siegmund Brasch, später Brash
Dokumente: Anzahl 2
mehrweniger
Provenienz:
Zoll
Hauptzollamt Berlin-Packhof
Nach einer Beschwerde an das Hauptzollamt Berlin-Packhof am 15.07.1939 durch das Law Office of Frederick Wirth, Jr. of the New York Bar in Berlin, wurden die (alle?/Teile?) der Photographie-Ausstattung freigegeben.
EUR
LASH Abt. 510 Nr. 9818
Transport (Land)
Fa. Brasch & Rothenstein, später: Harry W. Hamacher
Berlin -> Rotterdam
EUR
LASH Abt. 510 Nr. 9818
Lagerung
Beschlagnahmung
Transport (See)
Versteigerung
Umzugsgutliste
Kontax-Kamera-Ausrüstung:
Kamera Kontax mit Sonnar 1 : 2/50 mm
Biegen Objektiv 1 : 2.8/35 mm
Sonnar Objektiv 1 : 1.5/50
Tessar Objektiv 1 : 3.5/50 mm
Sonnar Objektiv 1 : 2/85 mm
Sonnar Objektiv 1 : 4/135 mm
Vergrößerungsapparat
Reise-Produktionsgerät in Koffer
Beleuchtungsmesser
Stativ
2 große Lampenständer mit Birnen
verschiedene Vorsatzlinsen für Porträt und Sonnenfilter in Etuis
div. verschiedener Photopapiere in div. Größen für Vergrößerungen
div. Gerät und Schalen zum Entwickeln
-> alle Objekte, Kamera etc. in individuellen Etuis
Weitere Angaben: siehe untern (Zusatzangaben)
EUR
LASH Abt. 510 Nr. 9818
Gutachten
Photo Prien
Fa. Prien schätzt den Wert der Kameraausrüstung auf insg. 4.014 DM.
EUR
LASH Abt. 510 Nr. 9818
Rückerstattungsverfahren
Wiedergutmachungsamt am Landgericht Kiel
Zuerst in Berlin verhandelt (43 WGA 1957/55), dann nach Kiel verwiesen.
WGA Kiel: 15 JR 121/59
Vergleich vom 16.03.1960 über 2.500 DM.
2500
DEM
LASH Abt. 510 Nr. 9818
Zusatzinformationen
Zur Photografieausrüstung gibt Gerda Maria Brash 1959 im Rückerstattungsverfahren an:
"Die gesamte Ausrüstung war so reichhaltig, weil sie ja für Auswanderungszwecke angeschafft worden war. Jedes der Objektive hatte ienm besonderen Zweck zu dienen, wie Z.B. Weitaufnahmen, Bewegungsaufnahmen, Weitwinkelaufnahmen und schliesslich Porträtaufnahmen. Wie bereits früher erwähnt, betrug der Anschaffungspreis RM 2.000 und weitere RM 2.000 Ausfuhrabgabe. Diese Ausrüstung befand sich in einer von den 11 Kisten und 2 Verschlägen, die zur Expedition nach Holland bestimmt waren.
Wie aus beiliegender Fotokopie des Schreibens... vom 2. August 1939 ersichtlich, wurde die Kiste mit der Camera-Ausrüstung zurückbehalten und erst später zum Versand gebracht, bzw. freigegeben, seitens des Hauptzollamts.
Dadurch kam es, dass zuerst lediglich 10 Kisten und 2 Verschläge nach Holland aufgegeben wurden. Die Kamera Ausrüstung befand sich in einer Kiste im Gewicht von 93 Kilogramm, zusammen mit anderen Personaleffekten. Diese Kiste war wie folgt markiert: No. SB 11
Die Kiste wurde nach Amsterdam expediert und sollte von dort aus uns nach Montevideo weitergesandt werden. Die Kiste mit der kostbaren Kameraausrüstung erreichte uns jedoch nie."
(Quelle: LASH Abt. 510 Nr. 9818, EV von Gerda Maria Brash am 1. April 1959)